Mit der zunehmenden Anzahl an Marktteilnehmern im Battle-Royale-Club wird auch mit härteren Bandagen um die Spieler gekämpft. Die Platzhirsche sind Playerunknown’s Battlegrounds und Fortnite , während sich Radical Heights darum bemüht, in die Phalanx zu stoßen. Boss Key Productions muss sich nun aber nach eigenen Angaben auch auf anderen Ebenen gegen die etablierten Studios wehren. Laut Gründer Cliff Bleszinski wirbt Epic Games (Fortnite) dem Studio Mitarbeiter ab. Auf Twitter bittet er den Mitbewerber darum, dies künftig sein zu lassen.

Es ist allerdings umstritten, ob die Vorwürfe gegenüber Epic Games stimmen. William Carroll, der früher bei Boss Key Productions arbeitete, sieht das Thema etwas anders. Demnach sei die Behauptung anmaßend, dass Epic bei Boss Key im Mitarbeiterpool gewildert habe. Besonders stört er sich daran, dass über Menschen geredet wird als wären sie eine Ressource, die man entwendet hat. Das mögen zwar manche Manager so sehen, daran stören darf man sich aber zu Recht. Laut Carroll jedenfalls haben die Abgänger bei Boss Key das Studio aus eigenen Stücken verlassen.

So oder so entbrannte natürlich eine recht heftige Diskussion. Klar ist auch, dass Abwerbungen in der Branche wie auch in anderen Branchen üblich und prinzipiell auch nicht verwerflich sind, wenn dabei keine vertraglichen Regelungen oder gültiges Recht gebrochen wird. Grundsätzlich ist es den Arbeitnehmern nicht vorzuwerfen, wenn sie genau das machen, was auch das Studio als Arbeitgeber macht, nämlich den wirtschaftlich besten Deal herauszuholen.

Entsprechend gibt es auch Töne der Art, dass sich Bleszinski lieber Gedanken darüber machen sollte, wie er sein Personal bei der Stange halten kann, anstelle sich darüber zu beschweren, dass es zu einem anderen Entwickler abwandert – ganz gleich wie die Wechsel nun eingefädelt wurden. Denn klar ist: Wenn die Rahmenbedingungen stimmen, wechseln die wenigsten Menschen einfach so den Arbeitsplatz, was ja meist auch mit einem Standortwechsel verbunden ist.

Bleszinski sieht sich jedenfalls als Underdog im Genre und betont, dass es im Battle-Royale-Bereich Raum für mehr als zwei Spiele gibt. Es könne aber passieren, dass manche Ideen für Radical Heights nicht umgesetzt werden könnten, wenn die Konkurrenz weiter in dem Tempo Mitarbeiter abwirbt. Epic Games jedenfalls hält sich bislang aus der Debatte raus und möglicherweise hat Bleszinski auch etwas Druck, denn das letzte Spiel – Lawbrakers – ging ordentlich in die Hose. Spielerisch mag der Titel vielleicht gar nicht so schlecht sein, aber es fanden sich trotzdem kaum Spieler. Im Genre von Lawbreakers könnte es aber auch an einer Marktsättigung liegen, in dem Platzhirsche wie Overwatch das Geschehen dominieren.

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