sechs mainboards fuer coffee lake im test sockel 1151 fuer sparsame 1 - Sechs Mainboards für Coffee Lake im Test: Sockel 1151 für Sparsame

Sechs neue Mainboards für Coffee Lake

      

Als Intel im Herbst 2017 Coffee Lake auf den Markt brachte, waren die Bewertungen eindeutig: Die durch AMDs Ryzen-Angebote erzwungene Aufwertung von Core i3, i5 und i7 hat eine ganze Reihe von Prozessoren hervorgebracht, die nicht nur viele und flinke Kerne haben, sondern teilweise auch angemessene Preise.

Günstige Mainboards?

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Von den Mainboards konnte dies nicht behauptet werden. Obwohl Intel die Bezeichnung “Sockel 1151” weiter nutzt, arbeiten die aktuellen CPUs wegen nach wie vor fragwürdiger Änderungen an der Pin-Belegung und vor allem wegen einer Firmware-Sperre nicht in Sky- und Kaby-Lake-LGA-1151-Platinen (100er/200er Plattform-Controller-Hubs, kurz PCH). Aufrüster sind bis heute verärgert, aber auch Neukäufer hatten ein Problem: Für die neue Sockel-1151-Generation war nämlich bis April 2018 nur ein einziger I/O-Hub-Typ verfügbar.Dass dieser “Z370” ein Rebrand des Kaby-Lake-PCH Z270 ist, hat einen faden Beigeschmack. High-End-Interessenten können sich aber mit der dazugehörigen Ausstattung trösten, denn Z270 wie Z370 gehören zu den am besten ausgestatteten I/O-Hubs überhaupt.

Für Budget-Käufer ist das aber ein Ärgernis: Mit dem teuren Z370 lassen sich fast ausschließlich High-End- und Oberklasse-Mainboards bauen, was günstige Coffee-Lake-PCs trotz entsprechender Prozessoren beinahe unmöglich macht.

Neu: H310, B360 und H370

Das ändern jetzt die PCHs H310, B360 und H370. Trotz erneut ähnlicher Namen zur Vorgängergeneration sind sie keine Rebrands, sondern werden sogar im feinen 14-nm-Fertigungsverfahren produziert, während der Z370 und die Vorgänger H110, B250 und H270 in 22 nm vom Band liefen. Mögliche Stromeinsparungen von weniger als 1 Watt sind im Desktop zwar nicht von Bedeutung, aber Intel nutzt die Gelegenheit um zusätzliche respektive schnellere Schaltungen auf dem Silizium zu platzieren.

So erreichen beim H370 und B360 (die Bezeichnung “B350” blockiert ein I/O-Hub von AMD) vier der acht respektive sechs USB-3.x-Ports die volle 3.1 Geschwindigkeit von 10 GBit/s. B250 und H270 ermöglichten dagegen maximal 5 GBit/s (auch “USB 3.1 Gen1” genannt), solange der Mainboardhersteller nicht Geld und PCI-Express-Ressourcen in externe Zusatzcontroller investierte. Tendenziell könnte der nativ integrierte USB-3.1-Controller auch schneller sein als solche Zusatzchiplösungen auf Z370-Mainboards. Wir haben aber bislang kein USB-Laufwerk gefunden, dass die Peak-Transferraten von zum Teil über 600 MB/s überhaupt dauerhaft bewältigt, sodass eine finale Beurteilung ausbleibt.

Ohne Geschwindigkeitsvorteil, aber ebenfalls kostengünstiger ist die teilintegrierte WLAN-Lösung der neuen PCHs. H370, B360 und H310 enthalten die komplette Wi-Fi-Controllerlogik und benötigen einen externen Zusatzchip nur noch zur Generierung der eigentlichen Funksignale. Entsprechende Ergänzungs-Chips mit passender CNVI-Verbindung gibt es allerdings nur von Intel, sodass aus dem günstigeren Aufbau nicht zwingend ein Preisvorteil für Endkunden resultiert. Broadcom und Rivet, die Anbieter alternativer WLAN-Lösungen, sind aber definitiv im Nachteil, schließlich müssen sie ihre Logikschaltungen selbst fertigen. Entgegen früherer Berichte spart CNVI gegenüber PCI-E-WLAN-Controllern zudem keine HSIO-Ressourcen, sondern läuft selbst über einen solchen Port.

Die Anzahl dieser multifunktionalen Anschlüsse, die PCI-Express 3.0 (H310: 2.0), SATA 6 GBit/s und/oder USB 3.0/3.1 beherrschen, hat sich derweil nicht geändert. Auch die Verteilung der drei Fähigkeiten ist nach PCGH-Erkenntnissen identisch zu den Vorgängern; durch den Verzicht auf USB-3.1-Zusatz-Controller haben die Mainboard­designer aber zusätzlichen Spielraum. Eine detaillierte Übersicht über die HSIO-Fähigkeiten und einen Vergleich mit AMDs aktuellen Angeboten finden Sie im Anschluss an diesen Test.

Overclocking, RAID & SLI

Ebenfalls unverändert sind drei weitere Beschneidungen der günstigeren PCHs: RAID-Verbünde aus mehreren SATA-Laufwerken (Level 0, 1, 01 und 5) sowie von NVME-SSDs (Level 0 und 1) erlaubt Intel nur beim Z370 und H370, nicht aber beim B360 und H310. Für die meisten Anwender dürfte das verschmerzbar sein, schließlich erreichen moderne M.2-Laufwerke bereits Lesegeschwindigkeiten von 3,5 GB/s im Einzelbetrieb und spätestens bei 4 GB/s je Transferrichtung würde die DMI-Schnittstelle zwischen PCH und CPU ohnehin limitieren. Störender ist da schon die Kopplung von PCI-Express-Bifurcation an den verbauten PCH: Obwohl der zur Grafikkartenanbindung genutzte PCI-Express-Controller in der CPU sitzt, dürfen nur Z370-Eigentümer dessen 16 ­Lanes in zwei ×8-Slots für SLI-Betrieb aufteilen. H370- und B360-Käufer sind auf einen fixen ×16-Steckplatz beschränkt, alle anderen Erweiterungsslots müssen vom PCH versorgt werden.

Das größte Ärgernis bleibt aber die Übertaktungssperre: Auch CPUs mit “K”-Suffix erlaubt Intel in H370- und B360-Mainboards weder Kern- noch Speicher-Multiplikatoren oberhalb der Spezifikationen. Unsere Core-i7-8700K-Test-CPU läuft also maximal mit 4,7 GHz Turbotakt (bei entsprechenden Einstellungen außerhalb unseres Testparcours immerhin auch auf allen sechs Kernen) und DDR4-2666. Drei Prozent zusätzliche Leistung wären mit einem erhöhten BCLK-Takt möglich, die Mainboardhersteller verzichten aber direkt auf entsprechende Einstellmöglichkeiten und wie das leichte Werks-OC bei Biostar beweist: Auch mit 102 MHz BCLK statt 100 MHz läuft der Rechner nicht zwingend flotter.

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