Arbeitsspeicher bleibt weiterhin teuer. Insbesondere bei langsamen Speicherriegeln müssen Käufer derzeit im Verhältnis deutlich tiefer in die Tasche greifen. Ein Preisverfall ist nicht in Sicht. Am besten kommt man derzeit bei schnellem Arbeitsspeicher mit hohen Kapazitäten weg. Grafikspeicher soll derweil teurer werden und könnte den momentanen Abwärtstrend bei den Preisen ausbremsen.

Die Speicherhersteller Samsung, SK Hynix und Micron blicken derzeit erfreut auf satte Gewinne, Käufer starren hingegen in leere Geldbeutel. Arbeitsspeicher ist vorerst weiterhin eine der teuersten Komponenten beim PC-Neukauf und daran scheint sich auch vorerst nichts zu ändern. Im Gegenteil: Die Preise, gerade bei langsamen Arbeitsspeicher, ziehen vereinzelt wieder ordentlich an, während sich die restliche Auswahl weitestgehend preisstabil zeigt.
So legt man für einen 4 GiByte Riegel DDR4-2133 aus der ValueRAM-Reihe von Kingston derzeit 55 Euro auf den Tisch. Solche starken Ausreißer nach oben gab es bereits in den vergangenen Wochen und Monaten immer wieder, hielten sich jedoch nur relativ kurzzeitig. Die aktuelle Preisentwicklung hat hingegen zu Monatsbeginn eingesetzt. Seitdem stieg der Preis kontinuierlich an. Zum Vergleich: Im November kostete der gleiche Riegel nur 40 Euro. Der niedrigste Preis seit der Markteinführung lag bei 12,34 Euro im Sommer 2016. Vergleichbare Konkurrenzprodukte, beispielsweise Corsair Value Select und G.Skill Aegis, verharren seit Jahresbeginn auf weitestgehend gleichem Niveau. Ein Abwärtstrend ist nicht zu erkennen.
Besser kommt man derzeit bei schnellerem Arbeitsspeicher weg. Preisgleich zu den langsamsten DDR4-Speicherriegeln zeigt sich DDR4-2400. Darüber hinaus halten sich die Aufpreise in Grenzen. Das gilt insbesondere dann, wenn man sich für Speicherriegel mit höheren Kapazitäten entscheidet. Ein 16 GiByte Dual-Kit DDR4-2666 schlägt derzeit mit durchschnittlich 150 Euro zu Buche (rund 9,50 Euro pro GiB). Für knapp 15 Euro mehr gibt es DDR4-3000 und für 25 Euro Aufpreis erhält man DDR4-3200. Durch die Bank gilt jedoch: Ein Preisverfall ist momentan nicht zu beobachten.

Preissteigerungen werden derweil im Bereich des Speichers für Grafikkarten erwartet. Laut Marktforschern sollen die Kosten im zweiten Quartal deutlich steigen. Der Preisverfall bei Grafikkarten, der durch die stark nachlassende Nachfrage seitens der Miner erst kürzlich einsetzte, könnte so wieder gestoppt werden. Nvidia wies bereits vor längerem darauf hin, dass das Mining nicht der einzige Faktor für die deutlichen Preissteigerungen ist beziehungsweise war. Auch Speicherpreise waren und werden weiterhin mitunter ausschlaggebend sein. Bis zum dritten Quartal sei keine deutliche Entspannung in Sicht, hieß es damals.

Die drei großen Speicherhersteller Samsung, SK Hynix und Micron, die zusammen auf einen Marktanteil von 95,5 Prozent kommen, verzeichnen derweil weiterhin ein deutliches Umsatzwachstum und stetig steigende Margen. Ersteres schwächelte aufgrund der ausbleibenden Nachfrage vonseiten des Smartphone-Geschäfts etwas im 1. Quartal und lag nur bei 5,4 Prozent. Die operativen Margen steigen hingegen in schwindelerregende Höhen. Bei Samsung lag diese im ersten Quartal bei 69 Prozent, gefolgt von SK Hynix mit 61 Prozent und Micron mit 58 Prozent. Konsumenten werfen den Unternehmen derweil Preisabsprachen vor und schließen sich in den USA für eine Sammelklage zusammen. Auch China untersucht derzeit das Treiben der Hersteller.

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Cadence zeigt DDR5-Prototyp-Technologie

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