leichtathletik em weitspringerin mihambo wird europameisterin - Leichtathletik-EM: Weitspringerin Mihambo wird Europameisterin

Leichtathletik

WeitspringerinMalaika Mihamohat in der Windlotterie von Berlin die Nerven bewahrt und ihren größten Karriereerfolg perfekt gemacht: Mit 6,75 m sprang sie zu Gold. 20 Jahre nach Heike Drechsler holte die Olympia-Vierte damit den EM-Titel wieder nach Deutschland.

“Heute werde ich wie in Trance den Abend verbringen, realisieren werde ich das wohl erst morgen”, sagte die neue Europameisterin: “Ich hab’s mir diesmal schwer gemacht, aber ich bin froh, dass ich es noch geschafft habe.” Die letzte EM-Goldmedaille im Weitsprung hatte Heike Drechsler gewonnen, die zwischen 1986 und 1998 insgesamt viermal in Folge triumphierte und in Berlin als Kampfrichterin an der Weitsprunggrube dabei ist.

Wettkampfqualitäten bei Windlotterie gefordert

Mihambo war mit zwei Sprüngen über nur 6,36 m in den Wettkampf gestartet und damit zunächst nicht unter den besten acht Finalteilnehmerinnen. Das frühe Aus drohte, doch im dritten Versuch stellte die Olympia-Vierte einmal mehr ihre Wettkampfqualitäten unter Beweis, als sie in der Windlotterie von Berlin die Nerven bewahrte und bei 6,75 m landete. Am Ende war es der Sieg.

Eine andere Mitfavoritin hatte zuvor im Gegensatz zu Mihambo den Sprung in den Endkampf nicht mehr geschafft: Die britische Weltjahresbeste Lorraine Ugen, einzige Sieben-Meter-Springerin in diesem Jahr, kam im Finale nicht über 6,45 m und Rang neun hinaus. Weil auch Titelverteidigerin Ivana Spanovic aus Serbien ihre Finalteilnahme wegen eines Teilrisses der Achillessehne, den sie sich in der Qualifikation zugezogen hatte, nicht am Start war, war Mihambo im rappelvollen Olympiastadion nun heißeste Anwärterin auf Gold.

“Wollte Wettkampf nicht mit der Weite beenden”

Gefährlich wurde der 24-Jährigen von der LG Kurpfalz noch im letzten Durchgang Maryna Bech, die bis auf zwei Zentimeter an die deutsche Meisterin heranrückte. Doch verdrängen konnte die Ukrainerin die EM-Dritte von Amsterdam 2016, die im letzten Versuch ebenfalls 6,73 m erzielte, nicht mehr vom Platz an der Sonne. “Ich wollte den Wettkampf eigentlich nicht mit dieser Weite beenden, aber das war doch sehr schwierig”, so Mihambo, die sich im Mai auf 6,99 m verbessert hatte. Nur ein Zentimeter trennt sie noch von der magischen Sieben-Meter-Marke. Dritte wurde die Britin Shara Proctor (6,70).

Die beiden anderen deutschen EM-Starterinnen, Sosthene Moguenara (Wattenscheid) und Alexandra Wester (Köln), waren bereits in der Qualifikation gescheitert.

Ergebnisse

Leichtathletik, Weitsprung, Frauen, Finale

https://ecs.sportschau.de/ecs2018/nachrichten/Nervenstarke-Mihambo-springt-zu-Gold,mihambo134.html

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