einfuhrzoelle der usa altmaier warnt vor weltweitem handelskrieg - Einfuhrzölle der USA: Altmaier warnt vor weltweitem Handelskrieg

Nach Einfuhrzöllen der USA zuletzt auf Waren aus der Türkei pocht Wirtschaftsminister Altmaier für den Erhalt von offenen Märkten. Er warnte vor Protektionismus und den dramatischen Folgen für die Weltwirtschaft.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat angesichts der zuletzt eingeführten Importzölle der USA auf Waren aus China, der EU und der Türkei vor dramatischen Folgen für die Weltwirtschaft gewarnt. “Dieser Handelskrieg verlangsamt und zerstört Wirtschaftswachstum und produziert neue Unsicherheiten”, sagte Altmaier der “Bild am Sonntag”.

“Die Politik hat nicht das Recht, die Arbeitsplätze von Stahlkochern, Autobauern und Aluminiumgießern aufs Spiel zu setzen”, sagte der Wirtschaftsminister. Stattdessen brauche es einen “Welthandel mit niedrigeren Zöllen, weniger Protektionismus und offenen Märkten”.

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“Wir lassen uns keine Handelsbeziehungen diktieren”

Altmaier äußerte sich kritisch zu den US-Sanktionen gegen den Iran, die Geschäfte deutscher Firmen mit Teheran beeinträchtigen. “Wir lassen uns aus Washington keine Handelsbeziehungen mit anderen Ländern diktieren und stehen deshalb zum Wiener Nuklearabkommen, damit der Iran keine Atomwaffen produziert”, sagte er. “Jedes deutsche Unternehmen darf im Iran weiterhin investieren, so viel es möchte.”

Allerdings seien viele Unternehmen auf Kredite von Banken angewiesen, die sich meist in den USA refinanzieren, was Probleme schaffe. “Wir suchen national und in Europa Wege, um Finanzkanäle offen zu halten”, sagte Altmaier. “Und wir unterstützen die Auslandsgeschäfte der Firmen auch weiterhin mit Exportkreditgarantien.”

Erdogan wettert gegen “ausländische Kräfte”

Nach Zwangsabgaben auf Stahl- und Aluminium aus China und der EU hatten die USA auch auf Einfuhren aus der Türkei Zölle verhängt. Die Lira stürzte daraufhin am Freitag um weitere 14 Prozent ab. Die USA fordern von der türkischen Regierung die Freilassung eines amerikanischen Pastors, der wegen Terrorvorwürfen unter Hausarrest steht. Er bestreitet die Anschuldigungen.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte gestern ausländische Kräfte für die desolate Lage der Wirtschaft in seinem Land verantwortlich gemacht. Die USA und andere Länder führten einen Krieg gegen die Türkei, sagte Erdogan in der Provinz Rize im Nordosten des Landes. Dollar, Euro und Gold seien die “Patronen, Kanonen und Raketen” dieses Wirtschaftskriegs.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 12. August 2018 um 07:00 Uhr.

http://www.tagesschau.de/wirtschaft/handelskrieg-altmaier-101.html

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