dashcams topseller im check lohnt sich der preis 1 - Dashcams: Topseller im Check - lohnt sich der Preis?

Autokameras für den Notfall

| von Manuel Schreiber

Dashcams – Das müssen Sie wissen

Bei Unfällen sollen Dashcams unter bestimmten Voraussetzungen vor Gericht als Beweismittel zulässig sein – das entschied der BGH. Doch welche Dashcam lohnt sich? Wir haben uns die drei Topseller-Dashcams bei Amazon etwas genauer angesehen.

Überblick

Dashcams sind nicht unumstritten und galten bei Unfällen bislang meist als nicht zulässiges Beweismittel. Mit der Entscheidung des Bundesgerichtshofs in Karlsruhe ändert sich das nun. Jetzt stellt sich die Frage, welche Dashcam käme infrage und unter welchen Voraussetzungen sind die Kameras vor Gericht zugelassen? Die erste Frage beantworten wir Ihnen hier, mehr zur Entscheidung finden Sie im Artikel unserer Focus-Kollegen “Dashcam-Videos als Beweismittel vor Gericht zulässig“.  Worauf Nutzer einer Dashcam dennoch achten sollten, klärt der Focus-Artikel “Darf ich Dashcams jetzt nutzen? Experte erklärt das Hammer-Urteil“.

Was sind Dashcams?

Dashcams sind kleine Kameras, die in der Regel an die Frontscheibe geklebt werden, damit sie den Straßenverkehr aufzeichnen können. Je nach Modell nehmen die Geräte auch den Ton auf und reagieren dank integrierter Sensoren im Ernstfall, indem sie etwa Aufnahmen, die bei echten Dashcams in regelmäßigen Abschnitten gelöscht werden, einfrieren und so dauerhaft speichern. Die Löschfunktion ist ein wichtiges Feature, denn eine Dashcam darf nach wie vor nicht dazu genutzt werden, permanent den Straßenverkehr zu filmen. Einige Kameras beginnen zudem automatisch mit dem Filmen, wenn der Motor eingeschaltet wird oder starten die Aufnahme, sobald eine Bewegung erkannt wird. Die Stromversorgung findet zumeist per Zigarettenanzünder oder USB-Anschluss statt, ein integrierter Akku soll auch nach einem Unfall die Aufnahme von einigen Minuten ermöglichen.

Platz 1: Crosstour CR300

Auf Platz 1 der Amazon-Bestseller-Liste landet mit der CR300 eine gehobene Einsteigerkamera von Crosstour. Die Dashcam filmt in Full-HD und hat einen Weitwinkel von 170 Grad. Je nach Positionierung der Kamera sollte damit die Aufnahme vier Fahrspuren umfassen können. Bedenken sollte man hier allerdings, dass die Verzerrungen an den Rändern des Bildes meist extrem ausfallen und kaum zu gebrauchen sind, vor allem bei günstigeren Modellen, die kaum eine Verzerrungskorrektur integriert haben dürften. Die Dashcam erkennt Bewegungen und startet entsprechend mit der Aufnahme. Dank Beschleunigungssensor sollen zudem Unfälle registriert und die Aufnahmen entsprechend gesichert werden. Bedient wird die Dashcam über ein 3 Zoll großes Display.

Unsere Einschätzung:

Für um die 45 Euro erhalten Sie ein Basismodell, das preislich okay ist – allerdings ist besonders in dieser Klasse die Konkurrenz groß. So erhalten Sie andere No-Name-Modelle wie den Blusmart Car Camcorder bereits für zirka 10 Euro weniger (bei Amazon ansehen – Anzeige), aber mit deutlich mehr Features. Letztlich kommt es allerdings auf die Aufnahmequalität an. Hier lohnt sich daher ein 

Crosstour CR300 bei Amazon ansehen

Platz 2: Crosstour CR700

Auch auf Platz 2 befindet sich eine Dashcam von Crosstour. Bei der CR700 handelt es sich dabei um ein Mittelklasse-Modell, das ebenfalls in Full-HD filmt und sich laut Hersteller dank einer Offenblende von f1.8 auch bestens für Nachtaufnahmen eignen soll. Die Kamera arbeitet zudem mit sechs Linsen, was die Bildqualität erhöhe. Zu den Features gehören eine Bewegungserkennung, ein Beschleunigungssensor, der Unfälle erkennt und das dazugehörige Video sichert, sowie eine Loop-Aufnahme, die unnütze Aufnahmen automatisch löscht beziehungsweise überschreibt, damit die microSD-Karte nicht vollläuft.

Unsere Einschätzung:

Ähnlich wie beim dem Erstplatzierten gilt hier: Wenn die versprochene Videoqualität, besonders bei Nacht, hält, was sie verspricht, sind 70 Euro ein durchaus angemessener Preis für diese Dashcam. Vorsicht: Eine 1:1-Kopie erhalten Sie auf Amazon auch unter der Bezeichnung “Oasser Autokamera”. Die Dashcam sieht nicht nur optisch gleich aus, auch die Featureliste scheint identisch zu sein. Allerdings ist in der 20 Euro günstigeren Version kein Sony-Sensor verbaut, sondern einer von Onsemi Semiconductor. Ob dieser besser oder schlechter als der Sony-Sensor ist, können wir ohne Test zwar nicht sagen, sicher dürfte hingegen sein, dass die Bildqualität eine andere ist.

Crosstour CR700 bei Amazon ansehen

Platz 3: iTracker GS6000-A12

Auf dem 3. Platz landet mit dem iTracker GS6000-A12 eine Dashcam, die schon einige Jahre auf dem Markt ist – und das merkt man der Featureliste an. Zwar besitzt die Kamera, im Gegensatz zu den anderen hier genannten Dashcams, einen GPS-Sensor und WLAN, was vor allem dann eine nette Idee ist, wenn man seine eigenen Strecken tracken und das Gerät per Smartphone steuern möchte. Aber die viel sinnvolleren Funktionen, darunter ein automatischer Überschreibschutz des Videos bei einem Unfall, sucht man hier vergebens. Die höhere Auflösung von 1.444p ist hingegen top, aber kaum nötig, da auch Full-HD ausreichend ist, um beispielsweise Nummernschilder erkennen zu können.

Unsere Einschätzung:

Vor allem der GPS-Sensor, mit dem man seine Strecken auf Google Maps verfolgen kann, sowie die hohe Auflösung klingen vielversprechend, sind für eine Dashcam, die in erster Linie Unfälle protokollieren soll, nicht nötig. Dafür fehlen wiederum Features, die gerade in so einer Situation sinnvoll wären. Bei einem Preis von knapp 150 Euro ist die Dashcam zudem kein Schnäppchen.

iTracker GS6000-A12 bei Amazon ansehen

dashcams topseller im check lohnt sich der preis - Dashcams: Topseller im Check - lohnt sich der Preis?

http://www.chip.de/artikel/Dashcams-Die-Topseller-im-Check-lohnt-sich-der-Preis_139806721.html

Related Post

Euch gefällt was ihr seht? Nehmt euch doch einen kurzen Moment und unterstützt uns auf Patreon!
become a patron button - Dashcams: Topseller im Check - lohnt sich der Preis?