Ob Spiele mit gewalthaltigen Inhalten schlecht für Heranwachsende sind, ist immer wieder ein Thema. Dabei geht es vor allem immer um Spiele, in denen Gewalt aus der Ego- oder 3rd-Person-Sicht dargestellt und gegen andere Menschen und menschenähnliche Kreaturen ausgeführt wird. Die Klassiker eben, Spiele wie GTA 5, Overwatch, Counter-Strike und Co. Besonders populär ist derzeit Fortnite und hier warnt der Psychologe Leonard Sax Eltern vor den gefahren.

Fortnite ist derzeit sehr populär und der Battle Royale kostenlos. Das macht die Einstiegshürde extrem gering und wer schon einmal im Voice-Chat unterwegs war, der weiß auch, dass da unter anderem sehr junge Leute unterwegs sind, leider oft auch ohne Respekt vor den Mitspielern. Sax legt Eltern daher nahe, dass sie mehr auf die Freizeit ihrer Kinder achten und insbesondere eher gewalttätige Spiele wie Fortnite verbieten, weil sie seiner Auffassung nach gegenüber Gewalt abstumpfen.

Da nun Verbieten bei Kindern meist eher nicht so hilfreich ist, wenn man es nicht auch drakonisch durchsetzt, sollte man zumindest einen intensiven Dialog mit dem Nachwuchs führen. Sax empfiehlt dabei die Kinder darüber aufzuklären, dass Spielen im Freien wertvoller sein kann als ein paar Runden Fortnite – auch wenn die Freunde das Spielen. Außerdem sollten Eltern darauf achten, dass die Kinder (und Jugendliche) ihren Schlaf nicht durch das Spielen von Computerspielen vernachlässigen.

Sax empfiehlt Eltern, die Spielzeit für solche Spiele zu beschränken, weil Verbote in der Regel nicht sehr sinnvoll sind – selbst bei vorhandenen Altersfreigaben. Bestenfalls 40 Minuten täglich empfiehlt Sax für Titel wie Fortnite, Overwatch, GTA 5, Call of Duty, Battlefield und Co. Wenn man ehrlich ist, sind das ohnehin alles Spiele für Erwachsene oder zumindest 16-Jährige, auch wenn manche nicht geprüft sind.

Wenn die Kids mehr spielen wollen, was ohne Frage passieren wird, dann sollte man sie auf andere Titel umlenken – Beispielsweise Sportspiele, die laut Sax unbedenklich sind, was Gewalt angeht. Sax geht sogar so weit, dass für Kinder eine Partie Paintball besser ist als eine Runde Counter-Strike. Mangelnde Grenzen für den Nachwuchs – auch bei Videospielen – macht er für Fälle von Angstzuständen und Depressionen verantwortlich, die er behandelt. Sax appelliert daher an die Eltern, dass sie ihren Job besser machen müssen.

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